Liebe ist leise

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Wisst ihr, es ist komisch. Aber irgendwie auch gerade sehr gut. Mein Herz fühlt sich nicht mehr so leer. Es ist gefüllt. Mit was, weiß ich noch nicht einmal so recht. Aber es tut nicht mehr alles so weh. Ich habe mich daran gewöhnt, alleine morgens auf zu wachen. Alleine mein Wochenende zu organisieren. Nicht auf die Antwort des Partners zu warten, ob er eventuell etwas anderes machen möchte. Ich habe mich daran gewöhnt, dass es Sonntags mit ihm, nie wieder ein Familienessen geben wird. Ich habe mich daran gewöhnt, dass wir nie wieder auf seinen kleinen Neffen aufpassen werden. Ich habe mich daran gewöhnt, dass wir nie wieder zusammen in einem Bett liegen werden und über die Welt philosophieren. Ich habe mich auch daran gewöhnt, alleine in eine Wohnung zu ziehen. Ohne ihn in Berlin oder Potsdam. Ja, ich habe mich daran gewöhnt. Vergangen, ist der Schmerz dennoch nicht. Manchmal da verfalle ich in Gedanken. Ob er die Bilder von mir verbannt hat. Das Moleskine, was ich ihm einst schenkte, mit Gedanken von mir, über ihn. Die Postkarten. Die Puzzlekette. Ich hatte ihm ein Puzzlestück geschenkt, mit meinem Namen. Ich hatte eines mit seinem. Sicherlich wird er sie nicht tragen. Aber ich frage mich, was er wohl damit getan hat. Und ob er immer noch seine Bettdecke so schön zusammen legt, wie ich es ihm damals zeigte. Mich überarbeiten und durchwühlen Gedanken über seine Zukunft. Wo er nun eine Zivildienststelle bekommen hat. Und ob er glücklich ist. Glücklich mit seiner Entscheidung. Glücklich mit seinem jetzigen Leben. Ich hatte gar keine Möglichkeit, mich von seinen wunderbaren Eltern zu verabschieden und von seinen ebenso wunderbaren Großeltern. Er hat mir  alles unter den Füßen weg gezogen, einfach so. Und dafür verachte ich ihn. Wenn ich jetzt an seinen Namen zurück denke, ja, da ist dann keine Trauer sondern eher Wut. Weil ich nun realisiere, was er mir angetan hat. Wie dumm, konnte ich sein, und ihn so leicht wieder zu mir "lassen", nach dem er mich betrogen hatte? Wie dumm doch Liebe manchmal macht. Wie eingeschränkt das Herz doch arbeitet, wenn es nicht zurechnungsfähig ist. Ich habe mich daran gewöhnt, ihn nicht mehr zu lieben. Und dabei hatte er mir doch immer beteuert, wie wichtig ihm doch meine Liebe zu ihm wäre. 
Ja, lieber Pierre. Es ist um dich still geworden. Sehr still. Selbst meine Tränen, lassen sich nicht mehr für dich blicken. Auch sie empfinden nur noch traurige Verachtung. Ich weiß, dass du niemals wolltest, dass es so kommt. Aber die Geschichten mit uns retten, dafür warst du zu schwach, oder nicht bereit. Ich weiß es nicht. Laut deinem Brief willst du einen Neuanfang, für eine BEKANNTSCHAFT. Und du willst eine Antwort. Du wartest auf Antwort von mir. Das einzige, was ich dich noch fragen werde ist, ob du mit zum König der Löwen Musical willst. Immerhin hast du die Karten bezahlst. Solch´ ein "Schwein" jemanden anderes für dich, für dein Geld, mit zu nehmen bin ich dann doch nicht. 

Aber ich will dir nicht antworten. Ich will auch keinen Neuanfang. Ich will dich nicht mehr in meinem Leben haben. Wegen dir, wäre es fast kaputt gegangen. Alles. Du bist nicht mehr mein Held. Du bist ein Zerstörer. Meines Herzens, meiner Seele, meines Lebens. 

"Du warst mein Leben, aber ich war nur ein Kapitel in Deinem."


5 liebe Kommentare ♥

» becci | 4. April 2010 um 11:56

Ich finde es gut, dass du jetzt an diesem Punkt angekommen bist. Das Leben geht auch ohne ihn weiter und es wird immer besser, mit jedem Tag. Manchmal gibt es auch Rückschläge, aber du schaffst das schon.

Nein, nicht der Kerl aus NRW.
Gestern hat mir einer meiner engsten Freunde eröffnet, dass er seit ca. 2 Jahren in mich verliebt ist... Es ist so eine unangenehme Situation. Vor allem weil ich weiß wie er ist, wie viel Überwindung es ihn gekostet haben muss mir all diese (eigentlich) schönen Dinge zu sagen. Und dann hat es sich noch nicht einmal "gelohnt", aber ich möchte ihm ja auch schließlich keine falschen Hoffnungen machen.
Hm.

» Aura | 4. April 2010 um 20:44

Es ist ein langer Weg gewesen bist du jetzt so weit gekommen bist. Ich bewundere sehr, dass du es geschafft hast. Und wenn noch ein bisschen Zeit vergeht, kann auch wieder jemand einen Platz in deinem Herzen finden, der es wirklich verdient hat.

» me. | 4. April 2010 um 22:54

und sogar der bittere geschmack beim aussprechen / denken seines namens wird irgendwann vergehen, glaube ich.

» becci | 7. April 2010 um 18:58

Also ich bin die nächsten Monate unter der Woche immer in Leipzig, teilweise auch am Wochenende, aber das entscheid ich meist spontan... ;)
Würde mich freuen wenn das mal mit einem Kaffee klappen würde :]

» Ina. | 10. April 2010 um 16:54

Ich habe gebannt gelesen, deine Geschichte hat mich reingezogen und fast zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Wunderschön und so ehrlich geschrieben. Ich glaube nicht, dass ich dir helfen kann. Aber ich hoffe, dass du dein Lachen wieder findest und schlussendlich (und das weiss ich ganz genau und kann es selbst bezeugen) macht dich sowas stärker.
http://www.youtube.com/watch?v=MUUmp4rELOw

In Liebe

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