Egal, was noch kommt, egal, was du sagst, auch wenn du jetzt schweigst, ich habe versagt.

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Ich bin in letzter Zeit so kaputt. Meine neue Arbeit ist so anstrengend. Gut anstrengend. Sehr gut anstrengend. Es lenkt mich wunderschön ab, und es macht mir Spaß. Aber jeder Schritt nach meiner Schicht, zerrt an meinen Beinen und die Nacht an meinen Nerven. Du standest plötzlich vor mir ohne jede Vorwarnung. Du hattest deinen schwarzen Pulli, den ich vor ein paar Monaten in den Fluss warf, an.  Und ich bewunderte wieder deinen graziösen Körper, wie sich jedes Kleidungsstück perfekt an dich schmiegte und dich noch schöner gestaltete. Deine blaue Lieblings Jeans, die dir ein wenig zu groß geworden war. Ehe ich mich fragte, was du hier wolltest, hieltest du meine Hand in deiner und ich bemerkte einfach nicht, dass es völlig falsch war. Völlig realitätsfremd. Aber ich genoss das warme Gefühl des Friedens, welches sich wie eine große Glocke über mich legte. Deine Augen betrachteten mich ständig. Deine Lippen formten ein Lächeln. Der Himmel hätte sich nicht schöner anfühlen können. Wir wollten später mit Freunden weg gehen. Du hast die Zeit genutzt, dich mit mir zu unterhalten. Du warst enttäuscht von meiner Entscheidung, was meine Ausbildung anging. Ich würde mich unter Wert verkaufen. Ich sollte was mit ´Schreiben´ machen. Das was ich früher immer wollte. Ich sollte doch studieren. Keine Ausbildung. Ich solle mir all´das noch einmal gründlich überlegen. Ich hatte dich schon so lange nicht mehr gesehen, ich wollte dir alles erklären. Ich wollte dir meinen Entscheidung begründen. Deine Aufmerksamkeit galt mir. Du hast dich hinter mich gestellt, deine Arme lagen über Kreuz auf meiner Brust. Dein Kinn auf meinem Kopf. Ich schloss meine Augen um deinen Duft einzufangen. Ich wollte, dass er mich um mich wehte und uns umgab. Aber ich vernahm deinen Geruch nicht. Ich vernahm auch den Druck nicht mehr auf meinen Schultern. 
Das einzige was ich wahrnahm, war meine befahrene Straße vor meiner Wohnung. Mein Handy zeigte mir halb zwei Nachts. Und meine unregelmäßige Atmung versuchte sich zu beruhigen. Mein Schlaf hingegen, blieb kontinuierlich bis halb fünf fern... 
Ich habe in der Zeit über deinen Duft nachgedacht, über dein Parfüm. Ich habe vergessen, wie es riecht. Ich habe vergessen, wie du riechst. 


6 liebe Kommentare ♥

» Ina | 22. September 2010 um 07:47

der text ist wunderbar geschrieben - du hast wirklich so ein talent!!!!

» Chrissi | 22. September 2010 um 09:29

Wow und wiedermal ein wunderschöner, trauriger Text.
Ich wünsch dir alles Gute..

» missisippi | 22. September 2010 um 13:56

so schön geschrieben ..
Ich hör grad "My Lover" von James Blunt, und dazu dein Text, oh man .. ich fühl mich grad wieder so traurig.. =/
Du schreibst so wunder wunderschön, vielleicht hat er recht und du solltest wirklich etwas mit schreiben machen ?! :) ♥

» Anna | 22. September 2010 um 15:18

Mal wieder wunderschön geschrieben. Wirklich, Respekt.
Ich hoffe für Dich, dass Du ihn bald vergessen wirst. - Oder wenigstens einen Teil..

Anna <3

» Cindy | 26. September 2010 um 11:36

schöner Blog
tolle Texte

http://marmeladenglas-momente.blogspot.com/

» Luc' | 26. September 2010 um 16:56

naaa :)

du ich antworte dir jetzt mal hier anstatt auf meinem blog, denn ich denke hier wirst du es schneller sehen. aufjedenfall habe ich lust und auch die zeit dir deine fragen zu beantworten! also dann fange ich mal an..

gut also sogesehen ist es fuer mich wirklich "einfach mal weg" aber es ist ein franzoesisches austauschprogramm, welches man es einem ermoeglicht fuer 3-6 monate in ein anderes land zu kommen ohne viel zu bezahlen. es ist also ein geben und nehmen. ich ermoegliche jemand anderes nach deutschland zu kommen und bei derselben person wohnt man dann auch wenn man dann ins ausland geht. damit will ich sagen, man bezahlt lediglich den flug, dann noch taschengeld und bekommt 1/3 des flugpreises von dieser organisation zureck. diese insel deshalb weil mein hier franzoesich spricht und mir frankreich nicht gereicht hat. ich wollte ein ganz anderes klima, weit weg von allem und abstand gewinnen. ich moechte die zeit geniessen an einem ort, der wirklich ein kleines paradies ist und das ist diese insel wirklich. gut was ich mir erhoffe: ich moechte ein stueck weit selbststaendiger werden, mich besser kennenlernen, das was mir wichtig ist soll mir klarer werden, eigentlich moechte ich ganz einfach gluecklicher werden und stolz in allem was ich mache. lernen mich nicht immer zu verstecken oder anzupassen. ich moechte vieles, aber ich moechte auch einfach eine tolle zeit hier erleben. achja und ich bin 17 jahre alt!

also ich hoffe ich habe dir ein paar fragen gut beantworten koennen und wenn du noch mehr hast, dann immer her damit, ich beantworte sie dir sehr gerne!

liebsten gruss zurueck!

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