Ich freue mich auf den Tag, an dem du mir nicht mehr fehlst.

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Schmerz kommt in vielen Formen vor. Das leichte Zwicken, ein bisschen Brennen, der zufällige Schmerz. Das sind die normalen Schmerzen, mit denen wir jeden Tag leben. Aber es gibt auch den anderen, den man nicht ignorieren kann. Ein so heftiger Schmerz, der alles andere verdrängt. Der die ganze Welt verblassen lässt, sodass wir an nichts anderes mehr denken können, außer daran, wie weh es tut. Wie wir mit unserem Schmerz umgehen, liegt an uns. Oftmals betäuben wir ihn, halten ihn aus, umarmen oder ignorieren ihn. Und für manche von uns ist der beste Weg mit ihm umzugehen, sich einfach durchzubeißen. Auf jedenfall muss man ihn einfach aushalten und hoffen, dass er von allein wieder weggeht. Hoffen, dass die Wunde, die er ausgelöst hat, verheilt. Es gibt keine wirklichen Lösungen. Und auch keine leichten Antworten. Am besten atmet man tief ein und aus und hofft, dass der Schmerz nachlässt. Meistens kann man den Schmerz kontrollieren. Aber manchmal erwischt er einen da, wo man es nicht erwartet hat. Er trifft einen unter der Gürtellinie und hört nicht mehr auf wehzutun. Man muss sich ihm einfach stellen, denn die Wahrheit ist, dass man ihm nicht entkommen kann.

Und ich hatte solche Angst in meinem Traum. Denn auch ich bin ihm nicht entkommen. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, dass ich selbst in den frühen Morgenstunden, im Traum, den Schmerz gespürt habe. Ich habe geträumt, viel zu viel, viel Wirres aber ich habe in meinem Traum geweint. Und anfangs wusste ich gar nicht wieso. Ich tappte im Dunkeln in die Küche, weil ich dort mein Handy liegen hatte und die SMS die ich las, von meiner besten Freundin, brachte mich um. Ich schwirrte zu unterschiedlichen Szenen. Ich schaute als dritter Erzähler über die Geschichte. Und ich weinte so bitterlich. Ich weinte mir einen See. Es war alles so verschwommen und doch so deutlich. Ich glitt zur nächsten Szene, den Geburtstag einer Freundin. Ihr ward auch da, zusammen. Nicht nur so zusammen. Sondern Beziehungstechnisch zusammen. Und keiner konnte verstehen, wieso ich es so grausam fand. Wieso mir meine andere Freundin, dieses Aufeinandertreffen zumutete. Selbst in meinem Schlaf habe ich nur gebetet, dass das sicherlich nur ein Traum ist. Ich kann all´das einfach nicht mehr nachvollziehen. Es ist so schlimm um mich herum. Ich empfinde mein Verhalten nicht krankhaft, aber Liebeskummer ist es nun auch nicht mehr. Ich vermisse, diese Erinnerungen, die mein Herz zum Strahlen brachten. Dein Lächeln, welche meine Augen aufleuchten ließen. Ich weiß, dass du nicht ALLES bist. Dass es so viele, schöne andere Menschen da draußen gibt, als dich. Ich weiß, dass auch ich sicherlich irgendwann mein Glück wieder finde. Dass ich irgendwann, wieder irgendjemanden so vertrauen kann, wie ich es bei dir einst tat. Aber es fällt mir eben so schwer, neue Menschen in mein Herz und in meine Seele zu lassen. Du hast nicht nur mein Herz, sondern auch mein Vertrauen in andere, wunderschöne Persönlichkeiten zerstört. Selbst wenn ich, andere männliche Bekanntschaften mache, entwickle ich Interesse, für vielleicht ein paar Minuten. Mehr nicht. Weil sich dann das unwohl´e Gefühl von Angst breit macht. Und soll ich dir wegen alle dem jetzt Vorwürfe machen? Oder ist es ganz allein meine Aufgabe, damit umzugehen? Vor zwei Tagen, war ich in der Stadt, ich wollte mir ein neues Buch kaufen, weil ich hier, in die neue Stadt keines mitnahm. Anderthalb Stunden irrte ich herum, habe mich auf diese wahnsinns bequeme Couch bei Thalia fallen lassen. Und mein Blick hat ein Buch angestarrt, welches in dem Bestseller Regal stand. Immer wieder habe ich es in die Hand genommen, und wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückgestellt. Ich fand es interessant, ich habe kurz angefangen zu lesen. Bis ich auf den Namen der Hauptperson traf. Er entsprach deinem. Ich habe so lange überlegt, ob ich mich diesem kleinen Kampf stelle. Wieder mit deinem Namen konfrontiert zu werden. Deinen Namen in mich aufzunehmen, zu vertiefen. Ich kämpfte. Ehrlich. Aber ich habe meinen Blick irgendwann von dem Buch abgewandt. Bin aufgestanden, meine Hände haben es zaghaft gegriffen und an seinen alten Standtort gestellt. So krankhaft, so wahnsinnig krankhaft. Verschwinde doch bitte endlich aus meinen Gedanken, aus meinem Leben und gib mir mein Herz wieder. Gib mir meine Liebe wieder. Ich habe das Gefühl, dass ich mich für dich unendlich leer geliebt habe. Und ich probiere zu weinen, schon seit Tagen, aber ich kann einfach nicht. Weil ich eigentlich gar nicht will. Aber wohin nur mit diesem ganzen Schmerz, der immer noch da ist? Wohin mit ihm? Wärst du doch bloß niemals in mein Leben getreten. Wieso hast du mich damals küsst und wieso, wieso, wieso kann ich nicht vergessen? Dich! Ein für alle mal. Du bist überall, in jedem Moment der nicht vergehen will. 




6 liebe Kommentare ♥

» missisippi | 24. Oktober 2010 um 19:56

Er wird aus deinem Herzen verschwinden.
Wahrscheinlich nicht bald.
Aber irgendwann.
Und dann wirst du wieder lieben können.
Dann wirst du dich wieder öffnen können.
Ich bin mir so sicher!

» Tomiii | 24. Oktober 2010 um 20:02

Ich geb Missisippi teilwesie recht.
Schließlich hab ich meine Exfreundin auch nicht vergessen und es brennt auch noch jetzt. Aber jeder Mensch ist da anders.

Tom.,
Dein Text. haaach^^

» Tomiii | 24. Oktober 2010 um 20:30

PS: Dein Kommentar hab ich mir rausgeschrieben und aufgehangen. So toll ist das :)

<33

» becci | 24. Oktober 2010 um 23:36

"Selbst wenn ich, andere männliche Bekanntschaften mache, entwickle ich Interesse, für vielleicht ein paar Minuten. Mehr nicht. Weil sich dann das unwohle Gefühl von Angst breit macht."

Kenn ich nur zu gut, wirklich. Es ging mir nach meinem ersten Freund haargenauso. Dabei hat er mich noch nicht einmal betrogen. Das braucht Zeit Süße, viel Zeit. Und ich wünschte ich könnte dir dabei helfen, aber leider weiß ich selbst nicht wie man das schafft, Menschen wieder blind zu vertrauen, sich zu öffnen. Selbst nach fast 3 Jahren und 2 anderen Beziehungen fällt es mir noch unglaublich schwer. Aber ich beginne gerade wieder es zu lernen, auch wenn ich Angst habe.
Ich weiß, dass es schwer ist und das scheinbar nichts helfen möchte. Aber irgendwann kommt der Tag an dem es wieder aufwärts geht, wirklich. Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Kraft.
Fühl dich gedrückt!

Anonym | 25. Oktober 2010 um 22:29

Versuch mal Dich so sehr zu lieben wie Du diesen Tpen liebst! Versuch das mal, versuch das echt mal. Verlieb Dich in DEINE perfekten Gedanken, verlieb Dich in DEINE wunderschönen Augen, liebe DEIN bezauberndes Lächeln, da im Spiegel. Liebe die Geborgenheit die Du Dir selber gibst, wenn Du Dich einkuschelst, wenn Du Dir einen Tee machst, Liebe das Vertrauen das Du Dir selbst entgegen bringst, die Ehrlichkeit, liebe diese ganzen Gedanken und verrückten, bizarren, unglaublich komischen Geschichten die nur Du Dir selbst erzählen kannst, und liebe es wenn Du mit Dir lachst. Liebe die Freude, die Du in Dir fühlen kannst. Liebe liebe liebe. Dich und Deine wunderschöne Einzigartigkeit. Und danach - jeden Menschen den Du willst.


Letztendlich ist es Deine Entscheidung, wem Du Deine Energie gibst (und ich würde mal behaupten, bei Dir wäre sie gar nicht so schlecht aufgehoben :)). Aber - Du wirst Dich entscheiden müssen. Wirklich entscheiden. Ja. Nein.


Und bitte, schreib Bücher. Ich würde sie alle lesen. Du hast eine einzigartige Gabe Dich auszudrücken. Ich habe es sehr genossen hier zu lesen.

Glücksfee | 5. November 2010 um 17:47

ich hab dich gerade entdeckt und ich es macht mich sehr traurig, dass zu lesen was du schreibst doch wie du schreibst ist unglaublich schön. mir hat ein lied sehr geholfen, damals... von dennis lisk - lass los :)

denn glück fühlt sich anders an, liebste Grüße Glücksfee

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