All´das hier, ein Jahr voll von Erinnerungen von dir.

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Ich lag vor wenigen Minuten noch in der Wanne. Abschalten, nach der letzten Nacht. Abschalten von einigen Gedanken. Abschalten von einigen Personen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie mein Leben belasten. Wärme umgab meinen kalten Körper, als ich immer tiefer im Wasser versank und sich meine Haut an das Heiße gewöhnte. Mein Kopf lag am Rand der Badewanne an, ich schloss meine Augen. Das Wasser brannte langsam, es war viel zu heiß. Aber es war mir egal. Ich tauchte ab. Hielt die Luft an. Hielt meine Gedanken an, dich ich schon wieder an dich verschwendet hatte. Ich ließ diesen Traum von heute Nacht noch einmal unter Wasser Revue passieren. Ich bin betäubt, von dem Gedanken, nachdem ich gestern zufällig irgendwo anders deinen Hinternamen las, dass ich dich darauf sofort wieder in meinen Träumen begrüßen darf. 

´Meine Füße brachten mich zielstrebig zu eurer Eingangstür. Ich habe geklingelt. Ohne ein Zittern in meinen Fingern, ohne wacklige Knien. Ich habe geklingelt. Einfach so. Deine Mutti schaute mich mit einem erstaunten Gesicht an. Ihre Augen waren immer noch so wunderschön vertraut und aufrichtig. "Hätte ich gewusst, was P. mit dir gemacht hätte, dann ( ... )". Sie hat mich herein gebeten. In dein zu Hause. In diese unsagbar großen, mächtigen Schutzmauern. Meine Augen wollten sich einen Blick in dein Zimmer erhaschen, als ich ihr hinterher lief bis hin zum Wohnzimmer. Deine Schwester stand neben mir, mit ihrem Sohn und ich hörte mich so was sagen wie: " Er ist aber groß geworden..." Und dein Papa kam die Treppe rauf und umarmte mich und sagte mir, dass er sich freuen würde, mich zu sehen. Wir saßen irgendwann einander gegenüber "Du wartest auf ihn oder ?" waren die Worte, die mich in meinem Traum erstarren ließen. Wörter wie " Ja, schon immer..." verließen meinen Mund auf die Frage von deiner Mama. "Ich weiß nicht ob er noch kommt" "Ja vermutlich nie..." 
Und ich habe gewartet in meinem beschissenen Traum, dass du zur Eingangstür hineinschneitest . Aber sie blieb verschlossen und ich merkte nicht den Übergang, den mein Kopf mit mir veranstaltete. Er hörte irgendwann auf, dieser Albtraum. Heute früh, verlies ich mein Bett mit einem lauten Stöhnen und einer unsagbaren Wut im Bauch. 
Der Gedanke daran, dass all´das hier auf ein Jahr voller Erinnerungen zugeht, lässt mich innerlich aufschrecken. Es versetzt mich ebenso mit wahnsinniger Fassungslosigkeit. Und den eigenen Wörtern im Hinterkopf, als ich meinen ersten Eintrag schrieb, für dich, wegen dir, wegen mir, wegen einem "UNS", dass sicherlich alles wieder gut wird. Und wenn nicht schon mit uns, dann wenigstens mit mir. Und ich wette und ich weiß, dass es nicht mal mehr ein ganzer Monat ist, bis der Tag in mein Herz zurückkehren wird, bis der Tag ein noch größeres Loch in meiner Brust hinterlässt. Der Tag, der mich zu dem gemacht hat, was ich jetzt bin. Nicht mehr das Gleiche. Am liebsten würde ich vorspulen. Weihnachten, den besagten Tag, und Silvester dieses Jahr einfach nicht noch mal erleben. Ich hatte das deprimierendste Silvester in meinen jungen zwanzig Jahren. Heiligabend, war ein einzelner Krampf von dir. 
Bald, ja bald ein Jahr, 365 Tage mit winzigen Lichtblicken, mit immer noch vorhandenem Schmerz und dabei hast du doch alles getan, damit ich mich einst in dich verliebe. 





7 liebe Kommentare ♥

» Allie. | 5. November 2010 um 21:00

Ich finde es immer leicht erschreckend, wenn ich mir überlege, wie du dich wohl fühlen musst. Immerhin lässt sich das hinter den Zeilen lesen. Es tut mir unheimlich leid, dass er dir .. ja, so wehgetan hat. Und es tut mir unheimlich leid, dass du dich selbst nach fast einem Jahr nicht davon erholt hast. Auf dass dein Leben bald eine gute Wendung nimmt, so unmöglich das für dich scheinen mag.

» Allie. | 5. November 2010 um 21:27

Schön, dass es noch Menschen gibt, die von sich behaupten können, dass sie kämpfen. Es wird oft unterschätzt, wie viel Stärke dazu gehört, all' das über sich ergehen zu lassen.
Ich bewundere dich in gewisser Weise.

Und nichts zu Danken. :)

Anonym | 7. November 2010 um 00:24

Ich liebe es, deinen Blog zu lesen.
Es erstaunt mich jedesmal wieder, wie sehr du mir aus der Seele sprichst. Es macht mich froh zu wissen nicht alleine zu sein, und gleichzeitig unendlich traurig, denn ich wünsche es niemanden sich so fühlen zu müssen.
Ich weiß nicht, wie lange es dauert bis der Schmerz und all die Sehnsucht vergangen sind. Aber irgendwann geht es auch vorbei, denn irgendwann hat ja alles ein Ende.

Ich wünsche dir nur das Beste :* Und hör nicht auf zu kämpfen, bitte!

» [special needs.] | 7. November 2010 um 14:03

mir geht es gut. ich komm gerade aus berlin wieder. roadtrip. und bin vollkommen zerlegt. hab aber gleich ein date. mit dem typen der eine freundin hat. mal sehen. und ich weiß. moral und so. aber is mir egal. und bei dir. wie gehts deinem herzen?

» ina ♥ | 7. November 2010 um 18:56

ich liebe deinen blog. ♥
aber wenn ich das lese, wird mir immer ganz komisch. ich hoffe du kommst ganz bald irgendwie darüber hinweg.

» ▲lice | 7. November 2010 um 19:35

http://alicerebellious.blogspot.com/
:) schau vorbei

» Lena | 9. November 2010 um 10:00

Sehnsucht und Erinnerung. Ohje, ich kenn's. Einzige Möglichkeit: Weiter gehen, und zwar schneller und aktiver als im "normalen" Fall. Voraussetzung: Man muss sich lossagen WOLLEN. Und genau das tun viele nicht. Viel Glück!

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