Der Geschmack von Joghurteis

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Ich habe Lust auf den Geschmack von Erdbeeren in meinem Mund, wenn man so dasitzt auf einer blumenreichen Wiese, wenn die Sonnenstrahlen jedes einzelne Haar benetzt und man auf den Playbutton drückt und der Hauptdarsteller von einem Frühlingsfilm wird. Ich habe Lust auf unendliche Glückseligkeit, wenn das Herz gefüllt ist, mit den schönsten Erinnerungen aus vergangenen Tagen. Ich möchte, dass die Flasche Asti sich niemals leert, weil die Unendlichkeit zu unserem besten Freund geworden ist und wir beschlossen haben, diese niemals gehen zu lassen. Ich wünschte, ich hätte jeden Tag eine Umarmung in meiner Hand und die Liebe auf meinem Gepäckträger. Weil wir mit den Fahrrädern ins Grüne gefahren sind. Und wenn Photoshop auch real existieren würde, so für mich, dann würde ich mein Leben in einem Retrodesign gestalten, weil es die absolute Wärme definiert. Die Hollywoodschaukel ist heute zu meinem Wartesaal geworden. Und während ich mich vor und zurück bewege, in meinem ganz persönlichen Ambiente, habe ich zwischen all´den Versuchungen und Träumerein nur einen Wunsch: Den Geschmack von Joghurteis in meinem Mund. Das war der Beginn einer Symphonie zwischen uns. Das war unser Startzeichen und mein erstes Eis im damaligen Jahr. ´Ich fahr jetzt für meine Familie Eis holen´ und bevor du gehen konntest erwiderte ich, den Wunsch nach einer Kugel Joghurteis, dann warst du offline. Und ich setzte mich mit schäbigen, alten Shorts und dem ausgewaschenen Band-Tshirt auf die blumenreiche Wiese, meine blumenreiche Wiese. Die Playliste meines Ipods spielte Placebo und meine Augen verfolgten die Zeilen eines schrecklichen Autors. Und während ich aus dem Buch jedes Wort in mich aufnahm, rückte unser Gespräch aus dem icq Messenger in weite Ferne. Ich war in der Welt angekommen, als ich dich vor mir sah. Du hattest eine Kühltasche bei dir und das schönste und herzlichste Lächeln auf deinen Lippen. Du hast dich neben mich gesetzt. `Ich hab dir eine Kugel Joghurteis mitgebracht´. Du hast mir den roten Plastelöffel gereicht und ich konnte einfach nichts erwidern, weil ich so angetan war von dem Eis und weil ich dabei war, mich mit unsagbar vielen Umwegen zu verlieben. In diesen schäbigen, alten Shorts und dem ausgewaschenen Band-Tshirt, auf der sonnenbesetzten, blumenreichen Wiese. Aber geradewegs in dich. 


18 liebe Kommentare ♥

» Sophia | 22. April 2011 um 19:09

der Text gefällt mir sehr, sehr gut :)

» Anna | 22. April 2011 um 19:24

was für eine schöne Art sich zu verlieben :)

» sabine | 23. April 2011 um 19:08

oh, du bist so toll:) manchmal hab ich das gefühl, du schreibst das nieder, was ich nicht in worte formulieren kann. wundervoll!

» nele | 24. April 2011 um 18:29

Wow.
Gott, was für ein Text.
Ehrlich. Fabelhaft. ;D

Anonym | 24. April 2011 um 19:25

wow, cherie, du bist großartig.

» Elisa | 24. April 2011 um 19:30

Ich möchte nicht behaupten, dass mir der Aufenthalt geholfen hat, nein. Mir wurden nur ein Wenig die Augen geöffent, vielleicht millimeterweit. Ich muss seitdem eben auf mich aufpassen, sonst bin ich direkt wieder da. Und eigentlich hält mich nur das von meinem Leben - bzw. Verhalten - vor dem besagten Aufenthalt ab.

Nein, es war nicht wegen ihm. (Natürlich bin ich mir nicht einhundertprzent sicher, aber ich denke, nicht.) Ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht genau, warum das alles. Und dort habe ich es auch nicht erfahren - denn wenn ich nichts sage, können die Personen dort auch nichts deuten. Ich wünschte, ich könnte dir eine klare, nachvollziehbare Antwort geben.. aber das ist unmöglich.

Vielen Dank für deine lieben Worte. Tatsächlich fühle ich mich nun ein Wenig verstanden.

» Luc' | 25. April 2011 um 11:05

ein wunderbar frischer text!

ich war schon länger nicht mehr auf deinem blog, eigentlich heute auch nur durch zufall weil ich selbst in auslandserinnerungen schwelgen wollte und somit meinen blog wiederbelebt hatte und stolperte ich dann über ein wunderbaren kommentar von dir! was ich eigentlich sagen wollte, du schreibst immernoch so ehrlich und schön dass ich stunden damit verbringen könnte mir all deine texte durchzulesen!

liebe grüße.

» M. | 26. April 2011 um 13:19

dein blog ist wunderschön.

» Maren | 26. April 2011 um 18:31

dankedankedanke! :) .. und findest du? irgendwie ja schon ein bisschen. voll cool, ist mir vorher garnicht so aufgefallen!! :) :D

:D haha, und ja das mit dem Stinkefinger ist schon so ne Sache bei mir :D:D ..

<33

» Isa ♥ | 26. April 2011 um 22:41

unglaublich süß!
Deine texte sowie auch dein Bilder. :)
Liebe Grüße. :)

» Laura ▲ | 27. April 2011 um 12:00

schöner text :)

» Laura ▲ | 27. April 2011 um 19:53

:)

ja ich bin sehr oft auf dem Festlang, jeden tag sogar. Ich muss mittlerweile drüben zur Schule gehen und muss dafür natürlich täglich rüber und am Wochenende bin ich dann meistens bei meinem Freund oder gehe mit Freunden feiern :)
und meine Eltern arbeiten auf Norderney. Haben beide einen festen Job in einer Firma :)

» Yannick | 27. April 2011 um 21:10

Hallo! :D

Wow, tollen Blog hast du,
bin gleich mal Follower geworden..! (:

Wäre toll wenn du mal bei mir reinschauen würdest.
visit YANNI

Liebe Grüße und freu mich schon auf deinen Kommentar,
Yannick

» missisippi | 27. April 2011 um 22:02

mmmh, das Eis sieht gut aus♥ ;)
ich liebe ja deine Texte so!! ich glaub inzwischen weißt du das :D <3

» Emmi | 29. April 2011 um 15:49

Hi buttercup :)
Vielen Dank für deinen Kommi und, dass du dir so viel Gedanken über das Thema gemacht hast. Ich bin echt beeindruckt und kann deine Gedanken auf jeden Fall verstehen. Für viele ist es kaum vorstellbar, dass meine gesamte Umwelt (außer meiner Familie natürlich) nichts von meiner Krankheit weiß. Es ist schwer zu erklären, aber ich versuch's mal ^^
Ich bin mir sicher, dass so gut wie jeder in meiner Schule, Klasse und Freunden mitbekommen hat wie dünn ich geworden bin. Daran zweifle ich gar nicht, nur, dass mich keiner darauf angesprochen hat oder mal gefragt hat was denn los ist ist für mich so schwer zu verstehen. Denn ich meine, wenn ich als Außenstehender merken würde, dass jemand in doch so kurzer Zeit kontinuierlich anbinmmt (obwohl er vorher Normalgewicht hatte), dann würde ich auf jeden Fall mal mit ihm reden oder eben fragen was denn los ist. So wie du das eben getan hast, denn merken tut's ja wohl jeder.. Aber ich glaube, dass sich die meisten nichts schlimmes dabei denken und wenn dann nur hinter meinem Rücken darüber reden.
Mit meinem Freund ist es auch etwas schwierig: Er weiß (und sieht es ja auch), dass ich sehr dünn bin, aber ich würde ihm nie sagen, dass das eine Krankheit ist und ich deswegen in eine Klinik gehen muss. Über so etwas reden wir gar nie, und wenn würde ich es wohl abblocken. Ich vertraue mich einfach sehr wenigen Menschen an und bei so etwas persönlichem schäme ich mich total. Aber du hast sicherlich Recht, ich sollte mit dem Versteckspielen aufhören und endlich mal dazustehen. Nur ist das eben wirklich schwierig für mich, da ich Angst habe, dass meine Freunde / mein Freund mich dann mit anderen Augen sehen.. und das für immer.
Zum Thema Psychotherapeuten: Man kann es sich kaum vorstellen aber die meisten von denen nehmen erst Patienten ab 18 Jahren (wahrscheinlich weil sie da mehr Geld bekommen), ohne Ausnahme. Und da ich in einer sehr kleinen Stadt wohne gibt es auch nicht so viele Therapeuten (va keine die sich speziell mit diesem Thema beschäftigen). Ich bin jetzt zwar alle 2 Wochen bei einem Familientherapeuten, aber damit das Wirkung zeigt müsste ich wohl 3 Jahre warten. Deshalb scheint die Klinik der letzte Ausweg.. auch um Abstand von meiner Familie zu bekommen.
Oh Gott, hoffentlich habe ich dich jetzt nicht vollgequatscht.
Glg :)

» Maren | 29. April 2011 um 18:58

ach man, ich liebe den einfach so :D ich weiß auch nicht. ich hab schon alles durchgeplant (jaja ich bin verrückt und ich meine das NICHT ernst, aber schön wärs;)) ALSO: ich fliege in den Sommerferien nach London, sage ihm dass ich seine große Liebe bin und dann merkt er das, dann zieh ich zu ihm und dann heiraten wir in so ca 5 Jahren und dann krieg ich n Kind von ihm oder auch zwei und dann ist alles paletti! :) :D dann heirate ich zwar mit 21 aber egal :D er ist dann 32, auch nett :DDD .. guter Plan oder? 8) :D:D:D .. schön wärs! :P

» Zitronenmädchen | 4. Mai 2011 um 20:03

Diese Geschichte hat mich wirklich total berührt!! Sie hat mich so sehr an jemanden erinnert, dass es mich traurig gemacht hat...
deine worte machen so schöne bilder im kopf :) ♥

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www.zitronenland.blogspot.com

» Cam | 8. Mai 2011 um 16:13

Hi,
ich habe deinen Blog gerade eben entdeckt und bin nun seit ~10 Sekunden eine treue Leserin ;)

Du schreibst wundervoll. Genau die Art von Blog, die ich liebe.
Auf baldiges Wiederlesen! :)
//Cam
budsandashes.blogspot.com

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