Ich bin das Mädchen, das jeder nach einer Weile ersetzt.

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Und so schnell, wie du gekommen bist, warst du auch schon wieder weg. Ich weiß, warum ich angefangen habe große Mauern zu errichten, die es jedem erschweren sollten zu mir hindurch zu dringen. Denn ich betrachtete euch lieber mit einem großen Abstand. So als wenn ein riesiger,ohrenbetäubender, strömender Fluss zwischen uns wäre. Oder am Bahnhof stehend, Du auf Gleis 2, ich auf Gleis 3 und immer zu würden Regionalzüge, Regionalexpresse und die ICE´s über die Gleise rasen, so dass du niemals die Chance hättest zu mir vorzudringen. Die Türen der Berliner U-bahn würden niemals grün blinken, immer nur rot, weil sie sich nicht öffnen würden und dann stehen wir da und ich sehe deine unehrlichen Blicke, durch die zerkratze, mit Makern beschmierte Scheibe. ´Geh weg du tust weh´ sage ich, obwohl ich weiß, dass du das nun niemals mehr hören wirst. Denn du hast aufgehört die Mauern einzureißen, über Gleise zu springen und die Fenster der U-bahn einzuschlagen. 
´Wollen wir gemütlich etwas trinken gehen oder fernab der Öffentlichkeit bleiben?´habe ich dich gefragt ´Ich will dich nur küssen. Egal wo´, war deine Antwort. Und ich fühlte mich beflügelt und geschmeichelt, du konntest doch unmöglich dieses verschlossene Mädchen meinen. ´Kann ich dich heute noch sehen? Ich will so gern wieder mit dir einschlafen und früh neben dir aufwachen.´ Und ich ließ es zu, dass deine Arme, Nacht für Nacht meinen Körper umschlossen. Ich ließ es zu, dass du dir in geheimer Mission, irgendetwas in mir erkämpft hattest, von dem ich bis jetzt nicht weiß, was es ist. Wenn du wüsstest, dass du der Erste gewesen wärst, seit... 
Aber dein ´Weißt du, Ich mag dich richtig gern aber ich denke, dass ich erst mal nichts Festes will...möchte ehrlich zu dir sein und keine falschen Hoffnungen oder sowas machen (das hört sich irgendwie bescheuert an, aber du weißt, was ich meine...)´ hat mich von deiner benebelten Seite davon getragen. Und anstatt dich einfach, als eine Nummer in meinem Handy zu vergessen, fühle ich, dass du Bedeutung trägst. Dass ich etwas für dich übrig habe, dass ich sehnsüchtig warte, dass du mir zeigst, dass ich ´was´für dich bin nur ´irgendwas´. Ich möchte einfach mal ´mehr´ sein, für mich, für irgendjemanden. 


8 liebe Kommentare ♥

» Anjanka | 25. Februar 2012 um 21:34

Autsch. Das tut wirklich beim Lesen weh.. Nicht zuletzt weil die Angst vor genau so etwas nie so präsent war wie jetzt. Nicht aus akuter Bedrohung heraus - sondern weil ich genau weiß wie schnell man als junger Mensch vergisst. (Und vielleicht ist das ja auch gut so. Wie ein Kind, das nach einem Stolpern aufsteht und weiterläuft, weil Liegenbleiben keine Option ist. Weil Stehenbleiben nicht das Leben ist.)
Du warst mutig. Unfassbar mutig. Und es tut mir unheimlich Leid, dass diese Wendung nahm. Du hast ihm eine Chance gegeben von der er gar nichts weiß.. Dass er dir das verwehrt - das hast du nicht verdient.

» Clara | 26. Februar 2012 um 11:18

Und mal wieder sprichst du mir aus der Seele, wie schon so oft. Erschreckend und berührend zu gleich. Denn bei mir lief vor nicht all zu langer Zeit ein ähnliches Gespräch ab. Lange Geschichte, ich fass mich kurz. Es war mit dem Jungen, in den ich zu dem Zeitpunkt 9 Monate verliebt war, mit dem ich am Anfang unserer Geschichte fast zusammen gekommen war, und mit dem ich viele viele Monate später auf der Party einer Freundin mein erstes Mal erlebte. Achja, nach dieser Party war er dann einige Tage später war er vergeben, obwohl wir in der Nacht geredet haben. Ehrlich und offen wie nie. Über uns, über Gefühle und Ängste. Wir beide waren den Tränen nah, doch wir waren uns noch näher. Dachte ich. Er kann sich zwar an den Sex, aber an das Gespräch danach nicht erinnern. Haha, FAIL! /: Naja, was ich dir eigentlich erzählen wollte, ist, dass er nachdem er dann wieder solo war, mich erneut zu Hause besuchte. Wir schliefen nochmal miteinander. Tut mir leid, wenn ich das so direkt anspreche, aber man muss es wissen, um das Ganze zu verstehen. Also ich fragte bevor er ging, was das denn jetzt sei, mit uns. Und bekam als Antwort nur "Was soll das schon sein?" Ich dann darauf: "Weiß nicht.. Bedeutungsloser Sex, oder was?" Und er dann ganz trocken: "Ja, ich muss das erstmal mit meiner Ex regeln." Schööön, dachte ich mir. Ne Woche später schrieben wir dann über MSN. Ich fragte: "Also bleibt es dabei? Dass es bedeutungslos, einfach so und unter uns bleibt?" Und er nur "Ja! Außer du hast ein Problem damit?!" Stich ins Herz! Dabei wusste er doch, was mir das alles bedeutet, was er mir bedeutet. Ach neee, er kann sich nicht daran erinnern, war zu besoffen. Sorry, habs glatt vergessen! ._.
Lange Rede, kurzer Sinn. Du bist nicht alleine, Liebes. Hier sind Menschen, die dich verstehen, die dir Mut machen. Es klingt fast naiv, das zu sagen, obwohl wir uns nicht kennen. Doch ich hoffe, dass es dir trotzdem irgendwie hilft. Lass den Kopf nicht hängen, irgendwann wird alles gut. Du bist eine wundervolle und starke junge Frau, vergiss das nie! :)
Liebste Grüße, Clara! ♥

» Anjanka | 26. Februar 2012 um 11:40

ich glaube das ist so eine leser-sache. :) wenn man deine einträge regelmäßig liest bekommt man doch ein gefühl dich zu kennen, wie man vielleicht auch die charaktere eines buches ins herz schließt, ohne je mit ihnen geredet zu haben - mit eben jenem gravierenden unterschied, dass man weiß, dass deine geschichten wahr sind.
jedenfalls wünsche ich dir, dass der schmerz und die enttäuschung bald nach lässt. das ist wirklich ein frühlingsbeginn wie man ihn niemanden wünscht..
(und danke. <3)

» Esther | 26. Februar 2012 um 12:24

verstanden.
liebste wünsche, esther

» missisippi | 26. Februar 2012 um 12:41

trotz allem... ich finde es klasse, dass du dich ihm geöffnet hast. Dass du zugelassen hast, dass er sich ein kleines Nest in dein Herz gebaut hat..
Und ja ich kann mir glaub ich schon sehr gut vorstellen, wie weh das jetzt tun muss.. :/ aber du hattest tolle Momente mit ihm, oder? bestimmt ging es dir wunderbar, wenn du in seinen Armen lagst.. Vergiss das nicht!!
Alles verändert sich im Leben so unglaublich schnell.. nichts ist für lange, und für immer sowieso nicht. irgendwie muss man lernen die guten Momente nur im Kopf zu behalten und sich an ihnen erfreuen.. auch wenn sie Vergangenheit sind und vllt so nicht mehr wiederkommen. Ich bin grade selbst dabei das zu lernen.. also ich versuche es zumindest...

ich wünsch dir viel viel Kraft♥ und lass dich nicht von Trauer oder anderem erdrücken!

» Marie | 26. Februar 2012 um 13:35

oh gott, das ist wirklich schlimm.
Einer Freundin von mir gehts da nicht anders. Sie und ich waren in den gleichen Typen verliebt. Ich wusste nichts von ihren Gefühlen und ging meinen deshalb nach. Als er sich ebenfalls in mich verliebte brach es ihr das Herz und ich konnte nichts dagegen machen. Und vor ca. einem Monat versuchte ich es wieder gut zu machen indem ich sie mit meinem besten freund verkuppeln wollte. Sie trafen sich oft und küssten sich doch dann erst merkte er das er keine Gefühle für sie hatte.
Also zusammenfassend: ich bin schuld, dass sie immer anfängt zu weinen wenn sie ihn sieht, ich bin schuld, dass sie sich keinem mehr anvertraut und ich bin schuld, dass ihr Herz gebrochen ist...
ich wünsche Dir das beste!

» sandrasraindrops. | 27. Februar 2012 um 08:40

Nichts zu danken, Liebes. Ich finde deine Geschichte geht mir einfach unter die Haut!♥ So wie dieser Text wieder.. du sprichst auch mir aus der Seele. Ich lass niemanden an mich ran, weil ich am Ende eh wieder verletzt werde. So denke ich. Und die Überschrift, mit der kann auch ich mich identifizieren. Mir zerreist das immer wieder das Herz, bildlich gesehen, wenn sowas passiert und es ist in der Vergangenheit so oft passiert. Ich bin vielleicht nicht so viel wert, man braucht mich einfach nicht, denke ich mir immer - deswegen bin ich auch eine Pessimistin. Ich kann nur schwer vertrauen.. Ich wünsche dir, dass du jemanden findest, der dich liebt und vor allem schätzt und das vom ganzen Herzen. Du hast das verdient!

Liebe Grüße, sandra♥

» Lucie | 1. März 2012 um 15:58

Hamma Bild! :)
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